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Projektleitung

Angebotsentwicklung im Kulturtourismus: Art Garten Hotels

Wie wird aus einer besonderen Gartenanlage ein schweizweit einzigartiges Kulturtourismusprojekt? Am Beispiel der Art Garten Hotels zeigen wir, wie aus einer ersten Idee durch strategische Angebotsentwicklung, starke Partnerschaften und professionelles Projektmanagement ein neues Gästeerlebnis entsteht.

Projektmandat · Verband

Angebotsentwicklung im Kulturtourismus: Art Garten Hotels

21

Teilnehmende Hotels

100+

Kunstwerke

30

Kunstschaffende

AUSGANGSLAGE

Eine Gartenanlage mit Potenzial

Die Entwicklung neuer touristischer Angebote beginnt selten mit einem fertigen Konzept. Oft steht am Anfang eine einfache Frage: Wie lässt sich eine bestehende Stärke neu interpretieren und für Gäste attraktiver machen? Genau diese Frage stellte sich der Verein Garten Hotels Schweiz anlässlich einem Jahrestreffen im Jahr 2023. Die Hotelkooperation vereint Häuser aus allen Sprachregionen der Schweiz, die eines gemeinsam haben: einen besonderen Garten. Die Gärten sind nicht nur Teil der Infrastruktur, sondern prägen die Identität der Betriebe und schaffen einen wichtigen Mehrwert für Gäste.

Doch wie kann dieses Alleinstellungsmerkmal weiterentwickelt werden? Wie entsteht daraus ein innovatives Angebot mit nationaler Ausstrahlung? Und welche Rolle spielt professionelles Projektmanagement bei der Umsetzung?

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Etienne Krähenbühl, Kartause Ittingen

Mit der Art Garten Hotels wurde auf diese Fragen gemeinsam mit dem Kunden eine Antwort entwickelt – ein schweizweit einzigartiges Kulturtourismusprojekt, das von der Stammgast GmbH zwischen 2023 und 2026 von der ersten Idee bis zur Umsetzung begleitet und realisiert wurde. Bei der Erstausgabe von April bis November 2026 verwandeln sich die Gärten von 21 Hotels in öffentlich zugängliche Freiluftgalerien mit über 100 Kunstwerken von 30 Schweizer Kunstschaffenden. Das Projekt verbindet Kunst, Gartenkultur und Gastfreundschaft auf neue Weise und schafft zusätzliche Besuchsanlässe für Gäste wie auch für die lokale Bevölkerung.

Viele touristische Organisationen verfügen über wertvolle Ressourcen, die im Alltag kaum bewusst wahrgenommen werden. Ein historisches Gebäude, eine besondere Landschaft, eine Tradition oder – wie im Fall der Garten Hotels – aussergewöhnliche Gartenanlagen. Die Herausforderung besteht darin, daraus ein marktfähiges Erlebnis zu entwickeln. Angebotsentwicklung bedeutet deshalb weit mehr als kreative Ideensuche. Es geht darum, Potenziale zu erkennen, Trends zu analysieren, Zielgruppen zu verstehen und daraus ein Angebot zu formen, das wirtschaftlich tragfähig, organisatorisch umsetzbar und für Gäste relevant ist. Bei den Garten Hotels entstand die erste Projektidee im Rahmen strategischer Überlegungen zur Weiterentwicklung der Kooperation. Gemeinsam wurde analysiert, welche Themen künftig an Bedeutung gewinnen könnten. Dabei zeigte sich, dass Kulturreisen, authentische Erlebnisse, regionale Entdeckungen und öffentlich zugängliche Freiräume zunehmend gefragt sind. Die Gärten der Hotel-Mitglieder bieten dafür ideale Voraussetzungen. Aus ersten Konzeptskizzen entwickelte sich die Vision einer dezentralen Kunstausstellung in Hotelgärten. Statt Kunst in Museen oder klassischen Galerien zu präsentieren, sollten Werke direkt in den Gärten erlebbar werden – eingebettet in Natur, Architektur und Gastfreundschaft. Damit war die Grundidee geboren. Der eigentliche Projektweg begann jedoch erst.

Wir laden die Gäste ein, Kunst dort zu erleben, wo Gastfreundschaft zu Hause ist.

Fabian Weidmann

UNSER VORGEHEN

Von der Idee zum Kulturtourismusprojekt

Eine erfolgreiche Idee benötigt Struktur. Zu den zentralen Aufgaben der Stammgast GmbH gehörte deshalb die Entwicklung eines umsetzbaren Gesamtkonzepts. Dazu zählten unter anderem:

  • Definition der Projektziele inklusive Zeit- und Ressourcenplanung
  • Ausarbeitung von Ausstellungskonzept inklusive Logistik und Sicherheit
  • Entwicklung der Organisationsstruktur
  • Finanzierungsplanung inkl. Einreichung Förderantrag bei Innotour
  • Akquisition von Partnern und Netzwerk an Multiplikatoren
  • Aufbau von Kommunikations- und Vermarktungsstrukturen
  • Entwicklung eines langfristigen Betriebsmodells

Bereits früh wurde deutlich, dass die Zusammenarbeit mit erfahrenen Partnern entscheidend sein würde. Mit der Stiftung Schweizerische Triennale der Skulptur, bekannt durch die internationale Freiluftausstellung Bad Ragartz, konnte eine fachlich starke Partnerorganisation gewonnen werden. Sie bringt ihre Expertise bei der Auswahl und Kuratierung der Kunstwerke ein und stellt sicher, dass die künstlerische Qualität langfristig gewährleistet ist.

Parallel dazu wurde das Projekt für eine Förderung durch Innotour vorbereitet. Das Förderprogramm des Staatssekretariats für Wirtschaft unterstützt innovative Projekte im Schweizer Tourismus und ermöglicht die Entwicklung neuer touristischer Angebote mit Modellcharakter. Die erfolgreiche Zusage schuf wichtige Voraussetzungen für die weitere Umsetzung.

In touristischen Projekten wird die Bedeutung von Projektmanagement häufig unterschätzt. Gerade bei Kooperationen mit zahlreichen Partnern entscheidet jedoch oft nicht die Idee über den Erfolg, sondern die Fähigkeit, unterschiedliche Interessen, Erwartungen und Abläufe zu koordinieren. Beim Projekt Art Garten Hotels waren zahlreiche Akteure involviert: die Vereinsmitglieder (Hotels) von Garten Hotels Schweiz, die Stiftung Bad Ragartz, Kunstschaffende aus der ganzen Schweiz, Hochschulen, Medienpartner, touristische Organisationen, Sponsoren, Förderstellen sowie zahlreiche Dienstleister. Die Stammgast GmbH übernahm dabei die Gesamtkoordination des Projekts. Dazu gehörten unter anderem die Zeitplanung, die Organisation von Workshops und Sitzungen, die Kommunikation zwischen den Beteiligten, die Budgetkontrolle sowie die operative Umsetzung der einzelnen Projektphasen.

Besonders anspruchsvoll war die Tatsache, dass die Ausstellung nicht an einem einzelnen Ort stattfindet. Stattdessen entstehen gleichzeitig 21 unterschiedliche Freiluftgalerien in verschiedenen Regionen der Schweiz. Jede Anlage bringt eigene Voraussetzungen, räumliche Gegebenheiten und organisatorische Anforderungen mit sich. Das Projektmanagement musste deshalb sowohl zentrale Standards schaffen als auch genügend Flexibilität für individuelle Lösungen ermöglichen.

Ein touristisches Angebot wird erst dann erfolgreich, wenn es für Gäste sichtbar und erlebbar wird. Deshalb umfasste die Projektarbeit nicht nur die Entwicklung des Produkts, sondern auch dessen Positionierung und Vermarktung. Gemeinsam mit den Projektpartnern entwickelte die Stammgast GmbH die Markenidentität der Art Garten Hotels. Dazu gehörten Name, Storytelling, Kommunikationsstrategie, Website, Medienarbeit sowie verschiedene Marketingmassnahmen. Ein besonderes Beispiel für die Angebotsentwicklung war die Zusammenarbeit mit der Zürcher Hochschule der Künste. Studierende des Departements Fine Arts entwickelten im Rahmen eines Wettbewerbs das Key Visual für die erste Ausgabe der Art Garten Hotels. Dadurch entstand nicht nur ein visueller Auftritt, sondern gleichzeitig eine zusätzliche Geschichte, die das Projekt emotional auflädt und weitere Zielgruppen anspricht. Parallel dazu wurden Veranstaltungen, Workshops, Künstlergespräche und weitere Formate entwickelt, welche die Ausstellung ergänzen und zusätzliche Besuchsanlässe schaffen. So entstand aus einer ursprünglichen Ausstellungsidee eine umfassende Erlebnisplattform.

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Key Visual, Alessia Belluscio, Gewinnerin Wettbewerb ZHdK

ERGEBNIS

Eine Freiluftgalerie mit nationaler Ausstrahlung

Die Art Garten Hotels zeigen exemplarisch, wie aus einer bestehenden Stärke ein innovatives touristisches Angebot entstehen kann. Dabei lassen sich einige zentrale Erkenntnisse ableiten:

  1. Innovation im Tourismus entsteht meist durch Zusammenarbeit. Neue Angebote entwickeln sich im kontinuierlichen Austausch mit Gästen, Leistungsträgern, Partnerorganisationen und Branchenakteuren.
  2. Eine überzeugende Idee reicht oft allein nicht aus. Damit aus einer Vision Realität wird, braucht es klare Prozesse, verbindliche Strukturen und eine koordinierte Umsetzung mit professionellem Projektmanagement.
  3. Kooperationen über Branchengrenzen hinweg bieten spannende Opportunitäten. Die Verbindung von Hotellerie, Kultur und Tourismus eröffnet neue Perspektiven und schafft Angebote mit hoher Strahlkraft.
  4. Touristische Innovation ist nicht zwingend auf neue Infrastruktur angewiesen. Oft liegt das grösste Potenzial bereits vor Ort oder in der Verbindung von bestehenden Elementen – man muss sie nur neu denken.

Als Agentur für Tourismus, Hotellerie und Destinationsentwicklung begleiten wir Organisationen nicht nur bei Marketing- und Kommunikationsfragen, sondern auch bei strategischer Angebotsentwicklung und komplexen Projektvorhaben. Die Art Garten Hotels sind ein Beispiel dafür, wie wir Projekte ganzheitlich begleiten können: von der ersten Idee über die Konzeption und Finanzierung bis hin zur Organisation, Vermarktung und operativen Umsetzung. Denn erfolgreiche touristische Angebote entstehen nicht zufällig. Sie entstehen dort, wo Strategie, Kreativität und Projektmanagement zusammenkommen. Genau an dieser Schnittstelle können wir Sie mit unserer Expertise unterstützen.

PROJEKT-FAKTEN

BRANCHE

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MANDATSFORM

Projektmandat

LEISTUNGSFELD

Projektleitung

ZEITRAUM

2023–2026

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